Allgemeines
1990 begann die damalige Jugendgruppe des MEC Waiblingen mit dem Bau dieser Anlage. Nach deren Fertigstellung, aus den Jugendlichen sind nun Erwachsene geworden, dient die 7 x 1,25 Meter große Anlage dem Club zu Präsentationszwecken. Das Thema der Anlage nennt sich “Nebenbahnidylle”. Eine eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke schlängelt sich durch eine reizvolle Landschaft. Ein viergleisiger Nebenbahnhof mit angegliedertem Bahnbetriebswerk ermöglicht einen interessanten Zugbetrieb. Zu den Aufgaben des Fahrdienstleiters gehören Lokwechsel, Gegenzugbetrieb und Zugüberholungen. Ein Ladegleis und eine Poststelle erweitern den Bahnhofsbetrieb. Zum Abstellen der Zuggarnituren verbirgt sich im Untergrund ein 6-gleisiger Schattenbahnhof.
Zum besseren Transport kann die Anlage in drei Module zerlegt werden. Der Grundrahmen setzt sich aus Aluminiumprofil zusammen, um einen schnellen Auf- und Abbau der Anlage zu ermöglichen. Die Gleisübergänge sind so exakt gearbeitet, dass sie zueinander fluchten und kaum sichtbar erscheinen.
Modelleisenbahnern ist die Ausstellungsanlage des MEC Waiblingen nicht unbekannt. Bereits im Eisenbahnkurier 05/2000 wurde über sie berichtet. Auch die Redaktion der Fernsehserie "Eisenbahnromantik" fand diese Anlage berichtenswert und nahm sie in ihre Sendung zum Thema "Faszination Modellbau Messe Sinsheim 2002" auf.
Gleisbau
Das Schienenmaterial stammt von Roco (Roco-Line). Die Gleislänge beträgt rund 68 Meter und 26 Weichen können gestellt werden. Die Schienen sind im sichtbaren Breich geschottert und mit Kreide und Farbe gealtert. 18 Lichtsignale übernehmen die Zugsicherung. Über ein Stellpult wird die Anlage vorbildgetreu gesteuert. Der Höhenunterschied zwischen dem Schattenbahnhof und dem Bahnhof beträgt 20 Zentimeter und wird von den Zügen auf der einen Seite über eine 3 1/2 stöckige Wendel überbrückt. Auf der anderen Seite erreichen die Züge über ein natürliches Gefälle den Schattenbahnhof.
Landschaft
In alter Tradition greift der MEC Waiblingen selten auf Modellbausätze zurück. Die meisten Gebäude entstanden im Eigenbau. Nach dem Vorbild des Bahnhofes Kottenforst wurde hier das Bahnhofsgebäude errichtet. Ebenso zwei Altstadthäuser aus Waiblingen und eine Posthalle aus Neustadt. Nur der Lokschuppen fand als Kunststoffbausatz einen Platz auf der Anlage, wurde aber stilvoll gealtert.
Die Landschaftskontur wurde überwiegend aus Styrodur und aus leimgetränktem Papier erstellt. Einzelne Felsen und Steinmauern haben wir aus Gips modelliert und farblich behandelt. Zur Herstellung von Bäumen und Sträuchern wuden Materialien verwendet, welche in der Natur vorkommen. Tannen sind aus der Goldrute, Sträucher aus der Haselnuss gefertigt.
Vielfältig ist die Szenerie auf der Ausstellungsanlage. An einem Wiesenhang grasen Schafe. Im nahegelegenen Wald kann der Betrachter den Holzfällern bei der Arbeit zuschauen. Unten im Dorf, an der Durchfahrtsstrasse, ist der Asphalt aufgerissen. Auf einem kleinen Felsplateau ist ein Abenteuerspielplatz errichtet, auf dem sich Kinder tummeln. Ganz in der Nähe bereiten sich einige Leute auf das am Wochenende stattfindende Fest vor. Biertische werden aufgestellt, die Bühne für die Musikanten errichtet.
Straßenbeleuchtungen erhellen die Ortschaft. Aus manchen Wohnungen schimmert Licht. Interessant: In manchen Gebäuden wechselt das Licht in gewissen Zeitabständen. Auch sind einige Modellautos mit leuchtenden Scheinwerfern versehen.
Gleisplan