Allgemeines
Unsere Clubanlage befindet sich im ersten Stock unseres Clubheims. Angepasst an die räumlichen Gegebenheiten besitzt sie eine Länge von 15,80 Metern bei einer maximalen Breite von 4,85 Metern. Ausgespart bleiben der Treppenaufgang, sowie nach links und rechts Zugangsmöglichkeiten in die Anlagenmitte.
Aufgeteilt ist die Clubanlage auf der einen Schmalseite in den Bahnhofsbereich Haasendorf, auf der anderen Schmalseite befindet sich ein fünfgleisiger Personenbahnhof sowie ein Güterbahnhof mit Ablaufberg und Gleisanschlüssen zum benachbarten Industriegebiet. Die Züge verkehren auf einer zweigleisigen Hauptstrecke. Ein Höhenunterschied von 15 Zentimetern trennt die beiden.
Neben der Hauptstrecke existiert auch eine Nebenbahn. Sie hat Anschluss zum Personen- und Güterbahnhof. Züge können die Strecke vorbei am Sägewerk oder entlang eines idyllischen Sees zum Endbahnhof “Haasendorf” nehmen. Sie ist nicht elektrifiziert und kann deshalb nur von diesel- oder dampfbetriebenen Fahrzeugen befahren werden. Der Bahnhof “Haasendorf” ist auf der einen Schmalseite zum Sackbahnhof mit drei Personen- und mehreren Gütergleisen ausgebildet. Darüber hinaus existiert ein Anschlussgleis zum kleinen Bahnbetriebswerk. Das Umsetzen der abgekuppelten Lok ans andere Ende des Zuges geschieht über ein Umfahrgleis bzw. über eine Segmentdrehscheibe.
Zusätzlich zur Spurgröße H0 gibt es auf der Clubanlage auch eine nicht elektrifizierte Schmalspur in H0m. Ab Bahnhof “Haasendorf” hält sie nach einer über eine 15 Meter langen Strecke eine Verbindung zum Industriegebiet.

Gleisbau
Gefahren wird in der Regelspur H0 und Schmalspur in H0m mit Gleichstrom. Zur Schalldämmung sind die Gleise auf Korkstreifen verlegt und vorbildgetreu geschottert. Verlegt wurde hauptsächlich Gleismaterial der Firma Roco, aber auch selbst gefertigte Gleise sind auf der Anlage zu finden. Die zweigleisige Hauptstrecke mit einer Gesamtlänge von 120 Metern ist in 22 Blockabschnitte unterteilt. Im Untergrund befindet sich ein Schattenbahnhof mit 33 Blockabschnitten bei einer Länge von mehr als 80 Metern. Insgesamt wurden auf der stationären Clubanlage 380 Meter Gleise verbaut sowie 106 Weichen und 56 Signale installiert.

Landschaft
Die komplette Anlage stützt sich auf einen Rahmen aus Vierkant-Aluprofilen. Zur sauberen Abtrennung ist die gesamte Anlage mit Ausnahme der Wandseite mit Sperrholz verschalt und dem Gelände angepaßt. Ein konventionelles Gerüst aus Profilbretter stützt Gleise und Gelände. Styropor, Moltofill, Gips und Spachtelmasse, zusammen mit darüber geschichtetem und mit Kaltleim getränktem Toilettenpapier und Zeitungspapier, bilden die Landschaftsoberfläche. Viele Gebäude sind aus Holzleisten selbst gefertigt. Auch Bäume und Sträucher stammen aus eigener Fertigung. Schotter und Streumaterial wurden aus dem Handel zugekauft.
In der Nähe des Ablaufberges beim Güterbahnhof befindet sich eine liebevoll gestaltete Eisenbahner-Kleingartenanlage. Das Besondere daran: Auf elektronischem Wege öffnet und schließt sich das Haupteingangstor, auf dem Kinderspielplatz bewegt sich eine Wippe auf und ab, und die Goldfische im kleinen Teich nebenan scheinen funkelnd (LED) ihre Kreise zu ziehen. In der Gartenwirtschaft treffen sich die Eisenbahner zum Stammtisch. Angehörige sitzen und tummeln sich in einem umgebauten Personenwagen oder in den anliegenden Gärten. Frauen tratschen miteinander und in den Gärten wird emsig gearbeitet.
Auch auf der Schmalspur ist was los. Sie führt vorbei an Haltepunkten, Ausweichbahnhöfen mit Güterabfertigung, steilen Felswänden, über Brücken und am Flussbett entlang. Sie stellt dir Verbindung zum Industriegebiet dar. Über die Haltestelle am Industriegebiet erreichen die Besucher den nahegelegenen Badesee.

Elektrik
Seit 1994 wird die Clubanlage mit der „intelligenten Modellbahnsteuerung“ betrieben, die Anfang 1993 in der Fachzeitschrift Modell-Elektronik vorgestellt wurde. Diese PC gesteuerte Super-Digitalsteuerung funktioniert ohne Lokdekoder und ohne Umbauten an den Fahrzeugen.
Die in Blockabschnitte aufgeteilte Gleisanlagen (Fahr-, Brems- und Halteabschnitte) werden über Steuerplatinen an die parallele PC-Schnittstelle angeschlossen. Die Software, die zum größten Teil beim MEC Waiblingen entwickelt wurde, beinhaltet eine signalgesteuerte Blockstellensteuerung mit Zugnummernanzeige und -weiterschaltung. Eine Fahrstraßensteuerung, sowie ein graphisches Gleisbild auf dem Bildschirm zeigen den Fahrbetrieb. Unter www.modellelektronik.de können detailierte Informationen abgerufen werden.
Um die Clubanlage betriebsfähig zu halten, wurden über 12 Kilometer Kabel verlegt. Trotzdem gibt es Weichen und Signale, die noch nicht angeschlossen sind. Die Nebenstrecke ist nicht elektrifiziert. Die Hauptstrecke besitzt jedoch funktionslose Oberleitungen. Die Masten stammen aus dem Sortiment der Firma Sommerfeldt.

Gleisplan